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Herzlich willkommen auf meinem Blog! Hier möchte ich wichtiges Wissen und Gedanken über die Zunge, den Kiefer und die Atmung teilen. Klickt euch gerne durch!
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Die Zungenruhelage

Die Zungenruhelage (ZRL) bezeichnet die Position der Zunge, wenn sie nicht gerade für die Artikulation, das Kauen oder das Schlucken genutzt wird.
Wo sollte die Zunge liegen?
Die Zunge sollte im Ruhezustand (wenn du nicht gerade sprichst, isst oder kaust) oben am Gaumen liegen.
Die Zungenspitze liegt am Hügel hinter den oberen Schneidezähnen, der mittlere und hintere Teil der Zunge ist leicht am Gaumen angesagt, ähnlich wie beim Schnalzen.
Die Zähne schweben locker übereinander und berühren sich im Idealfall nicht. Die Lippen sind geschlossen.
Wo sollte die Zunge nicht liegen?
Die Zunge solltte im Ruhezustand nicht am Mundboden, an oder zwischen den Zähnen liegen. Bei einer falschen Zungenruhelage handelt es sich schon um eine orofaziale Dysfunktion – die Zunge führt ihre Funktion nicht richtig aus.
Warum ist die korrekte Zungenruhelage so wichtig?
- Sie formt den Gaumen.
–> Wenn die Zunge oben angesaugt ist, übt sie dauerhaft einen sanften Druck auf den Gaumen aus. Dadurch wird er flach gedrückt, sodass der Kiefer breit wächst und Platz für alle Zähne hat. Da der Oberkiefer und die oberen Atemwege unmittelbar miteinander verbunden sind, wachsen mit breiterem Kiefer auch die Nasengänge in die Breite – sie werden weiter und bieten genug Raum für die Atemluft. - Nasenatmung.
–> Breite Atemwege ermöglichen die ungehinderte Nasenatmung, welche wiederum zahlreiche gesundheitliche Vorteile bietet – z.B. Schutz vor Infekten. - Aktivierung von Nerven.
–> Die korrekte Zungenlage fördert die Nasenatmung. Dadurch werden Nerven stimuliert, die zur Regulation des Nervensystems beitragen (z.B. Parasympathikus – Nervus Vagus). - Stabilisierung.
–> Da die Muskelketten und Faszien des Körpers zusammenwirken, stabilisiert die Zungenruhelage die gesamte Körperstatik und sorgt für ein gutes Gleichgewicht (–> Grobmotorik) und eine eutone Körperhaltung. - Schlucken.
–> Die Zungenruhelage ist die Grundlage für ein korrektes Schluckmuster, da bei diesem die Zunge auch an den Gaumen gesaugt werden muss. Die Grundspannung der Zunge ist dann schon vorhanden.
Was verhindert die korrekte Zungenruhelage?
Im Normalfall nimmt die Zunge schon seit der Geburt die richtige Position im Mundraum ein.
Ist das bei einem Baby nicht der Fall, könnten z.B. ein kurzes Zungenband oder eine angeborene Muskelschwäche die Ursache sein.
Die häufigste Ursache für eine falsche Zungenlage sind Sauger (Schnuller, Flaschen, Stillhütchen), die die Zunge an den Mundboden drücken und die korrekte Zungenruhelage sowie die vollumfängliche Funktion der Zunge verhindern.
Bettnässen - Was die Zunge damit zu tun hat
Wie es sein sollte
Wenn wir schlafen, wird in unserem Körper das Hormon Vasopressin ausgeschüttet. Dieses Hormon sorgt dafür, dass Wasser aus den Nieren zurück in den Blutkreislauf aufgenommen wird, statt mit dem Urin ausgeschieden zu werden. So bleibt der Wasserhaushalt im Körper stabil und: Wir verspüren weder Durst noch Harndrang.
Aber erstmal von vorn
Wenn die Zunge nicht am Gaumen, sondern schlaff am Mundboden liegt, dann besteht die Gefahr, dass sie beim Schlafen in den Rachen fällt. Wenn sie dadurch den Atemweg blockiert und zu kurzeitigen Atemaussetzern führt, dann nennt man dies eine “obstruktive Schlafapnoe”.
Leiden wir unter einer obstruktiven Schlafapnoe, wird unser Schlaf immer wieder unterbrochen, denn der Körper will uns am Leben erhalten und sorgt dafür, dass wir weiter atmen.
Wenn z.B. durch Schlafapnoe der Schlaf ständig unterbrochen wird, wird weniger Vasopressin ausgeschüttet. Dadurch wird mehr Urin produziert und zur Harnblase geleitet. Man muss nachts also öfter zur Toilette gehen und verspürt durch den Wasserverlust mehr Durst.
Bei Kindern äußert sich ein nächtlicher Vasopressinmangel dann häufig in Bettnässen, Unruhe und übermäßigem Durst.
