Beratung und Coaching
Prävention
Ich berate Eltern und werdende Eltern darüber, wie sie eine gesunde physiologische Kieferentwicklung bei ihrem Kind fördern können. Dieses Angebot richtet sich an Eltern…
- die sich vor der Geburt ihres Kindes über die Risiken und Alternativen von Schnuller, Flasche und Stillhütchen aufklären lassen möchten.
- die von der Geburt ihres Kindes an eine gesunde Entwicklung des Kiefers ermöglichen möchten.
- die bei ihrem Kind schon leichte Auffälligkeiten im orofacialen Bereich wahrnehmen und ab jetzt alles daran setzen möchten, eine Zahn- oder Kieferfehlstellung zu verhindern.
Alles Genetik – oder doch nicht?
Anthropologen haben herausgefunden, dass der Kiefer der Menschen in westlicher Gesellschaft seit wenigen hundert Jahren immer schmaler wird. Es ist eine regelrechte Epidemie, dass Menschen schiefe Zähne und Kieferfehlstellungen haben, dass sie nicht mehr richtig durch die Nase atmen können und stattdessen durch den Mund atmen. “Schuld” daran ist zu großen Teilen die Industrialisierung und der daraus hervorgegangene Wandel der Lebensweise. Dieser äußerte sich durch eine kürzere Stilldauer der Babys, das Einführen von Flaschennahrung bei den Kleinsten, der verfrühten Beikosteinführung mit Brei – weil immer mehr Frauen arbeiten gingen. Das Stillen ist das beste Kraft- und Koordinationstraining für die Mundmuskulatur und insbesondere für die Zunge. Die Zunge ist maßgeblich am Wachstum des Oberkiefers beteiligt. Wenn dieses Training wegfällt, dann wird in die natürliche Entwicklung des Kiefers und des ganzen Gesichts eingegriffen. Auch die immer weichere Kost, die wir schon seit früher Kindheit an zu uns nehmen, verhindert einen Aufbau der Kaumuskulatur. Ein Schnuller tut sein Übrigens – perfekte Voraussetzungen für einen schmalen Kiefer, der zu wenig Platz für alle Zähne hat. Dadurch sind auch die Atemwege verengt, was dazu führt, dass der Mensch nicht mehr genug Luft durch die Nase bekommt und auf die Mundatmung ausweicht. Dass die Mundatmung fatale gesundheitliche Folgen haben kann, in dieser Hinsicht ist sich die Wissenschaft einig. Diese sind…
Schnarchen / Schlafapnoe
Infektanfälligkeit
Konzentrationsstörungen
Leistungsabfall
Geringere Lungenkapazität
Bluthochdruck
Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Auswirkungen auf andere Körperstrukturen wie z.B. Wirbelsäule, Beine, Füße.
Sie merken: Schmale Kiefer entstehen zum größten Teil aus unseren Umwelteinflüssen – und nur zu etwa einem Drittel durch die Genetik. Das Gute daran ist, dass wir diese Einflüsse auf unser Kind weitestgehend steuern können. Ich möchte Eltern gerne weitergeben, wie sie ihrem Kind eine natürliche, physiologische Kieferentwicklung ermöglichen können. Buchen Sie gerne einen Beratungstermin, wenn Sie ihr Kind bestmöglich fördern möchten.
Orale Habits
Orale Habits sind Angewohnheiten wie z.B. das Schnullern, Daumennuckeln, Nägel- oder Stiftekauen. Bei vielen Erwachsenen äußern sich orale Habits auch durch das Rauchen. Sie beeinträchtigen die orofaciale Myofunktion und wirken sich negativ auf Zähne, Kiefer, Schlucken und Atmung aus. Die Abgewöhnung kann ein langwieriger, nervenaufreibender Prozess sein. Wenn Ihr Kind eine orale Angewohnheit hat und Sie sich Begleitung bei der Abgewöhnung benötigen, dann melden Sie sich gerne bei mir. Gemeinsam finden wir einen Weg, wie wir Ihr Kind sanft entwöhnen können.
FaceFormer
- Schnarchen / Schlafapnoe.
- Nackenschmerzen.
- Tubenbelüftungsstörungen.
- Mundatmung / Chronisch “verstopfte” Nase.
- Fehlhaltungen.
- Falsches Schluckmuster.
- Zahnfehlstellungen (bei Kindern).
- Knirschen.
- und einige mehr.
Zungenband
Ein zu kurzes Zungenband kann Auswirkungen auf den ganzen Körper haben – und auch auf den der stillenden Mutter. Schmerzhaftes Stillen, Gewichtsabnahme des Babys, Unruhe, hohe Körperspannung uvm. können alles Anzeichen dafür sein, dass ein Kind ein zu kurzes Zungenband hat.
Eine orale Restriktion stellt man jedoch nicht einfach mit einem schnellen Blick in den Mund oder auf die Symptome fest. Ein ausführliches Protokoll, eine orale Untersuchung (Murphy Manöver), und eine tiefgründige Anamnese sowie eine Funktionsanalyse sind unerlässlich für die Feststellung eines zu funktionseinschränkenden Zungenbändchens.
Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie oder Ihr Kind ein kurzes Zungenband haben, dann zögern Sie nicht, mit mir einen Termin zu vereinbaren. Ich kann Ihnen eine erste Einschätzung geben, ob es sich um eine Restriktion handeln könnte – die finale Diagnose muss jedoch ein spezialisierter Arzt stellen.
